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Auswahl unserer Aktivitäten

Erholung für Kinder aus Krisenregionen

In der Zeit von Juni bis Ende August 2014 hat der Arbeitskreis Hilfe für Menschen in Not insgesamt 120 Kinder aus Krisenregionen in die BRK-Ferienanlage nach Puppling eingeladen. Mit diesem Angebot konnte dieses Jahr Kindern aus der Ukraine und aus Bosnien ein paar unbeschwerte Tage bereitet werden.

Die ehrenamtlichen Helfer kümmerten sich rund um die Uhr um das persönliche und leibliche Wohl der Kinder und unternahmen mit ihnen zahlreiche Ausflüge. So konnten sie wenigstens für eine kurze Zeit ihre schrecklichen Erinnerungen vergessen.

"Bei uns lernen sie wieder zu lachen und sich an Dingen zu erfreuen", erklärt Peter Klapper den Hintergrund dieser bewährten und allseits geschätzten Initiative.

Text: Peter Klapper & Kay Strobl
Fotos: Peter Klapper

 

 

Überschwemmung auf dem Balkan

Anklässlich der Flutkatastrophe im Mai dieses Jahres erreichten den Arbeitskreis Hilferufe aus dem Balkan. Viele in München lebende bosnische Familien unterstützten die Freiwilligen des Roten Kreuzes mit Sachspenden. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten begab sich das Team am 28.05.2014 mit einem humanitären Hilfskonvoi nach Orasje/Bosnien und überbrachte ca. 40 t Hilfsgüter.

"Mit Schlauchbooten fuhren wir in die überschwemmten Dörfer, vorbei an Minensucheinheiten und Kadaverbergungsgruppen", so berichtet Peter Klapper, Leiter des Arbeitskreises Hilfe für Menschen in Not, von den verheerenden Auswirkungen der Überflutung.

Aufgrund der katastrophalen Zustände erfolgte am 12.06.2014 ein weiterer humanitärer Hilfskonvoi nach Orasje. Insgesamt waren ca. 50 t geladen, u.a. 31 Paletten Mineralwasser, etliche Paletten Lebensmittel, Hochdruckreiniger, Stromerzeuger und Schmutzwasserpumpen.

Am 08.08.14 ist noch eine Fahrt nach Bosnien geplant, um weitere Hilfe zu leisten. Insbesondere eine Schule, die vollständig überschwemmt war, soll mit Schulmöbeln ausgestattet werden. Weitere Möbel und Sachgüter, die von Münchnern gespendet wurden, werden vor Ort verteilt, an Menschen, die alles verloren haben.

Text: Peter Klapper & Kay Strobl
Fotos: Peter Klapper

 

 

BRK und BMW machen Kinderträume wahr

Arbeitskreis Hilfe für Menschen in Not gewinnt Ausschreibung für ein soziales Projekt von BMW

Über eineinhalb Jahre ist es her, dass der Arbeitskreis Hilfe für Menschen in Not den Zuschlag von BMW erhalten hat. Der Automobilhersteller wollte Corporate Volunteering Tage durchführen und war auf der Suche nach einem förderungswürdigen Projekt. Da kam die Pupplinger Au, die vom BRK sanierte Ferien- und Freizeitstätte für sozial benachteiligte Kinder, wie gerufen. Ausschlaggebend war, dass die BRK-Anlage ausschließlich von ehrenamtlichen Helfern mit multikulturellem Hintergrund betrieben wird, die es Kindern aus Krisenregionen ermöglichen unbeschwerte Urlaubstage zu genießen.

Über Monate erstreckten sich die Planungen: Arbeitsmodule für die 120 Mitarbeiter des Weltkonzerns wurden ent- und wieder verworfen, Budgets kalkuliert, Angebote von Dritten eingeholt, Haftungs- und Versicherungsfragen erörtert sowie langwierige Genehmigungen eingeholt. Die Aktion sollte Mitte September 2012 durchgeführt werden, aber immer wieder stießen die beiden Partner auf Schwierigkeiten. Zahlreiche Vor-Ortbegehungen, Präsentationen und Besprechungen waren nötig, um alle Akteure zum Wohle der Kinder auf eine Linie einzuschwören. Hilfreich war hierfür auch die aktive Teilnahme des Arbeitskreises Hilfe für Menschen in Not an dem BMW-Familientag an dem das soziale Projekt vorgestellt und die Werbetrommel dafür gerührt wurde. Außerdem war es eine einmalige Gelegenheit das Rote Kreuz und seine vielseitigen Tätigkeiten einer großen Öffentlichkeit zu präsentieren.

Trotz der großen Bemühungen insbesondere seitens Peter Klapper, Leiter des Arbeitskreises Hilfe für Menschen in Not und Mario Cremer, Projektleiter von BMW stand das Projekt mehrmals ernstlich auf der Kippe und wurde drei Mal verschoben. Letztlich konnten von ursprünglich 17 angedachten Projekten 12 umgesetzt werden. Schweren Herzens musste u.a. die Planung für ein neues Schwimmbecken aufgegeben werden, da wasserrechtliche Einwände von staatlichen Einrichtungen erhoben wurden und das Bad als öffentlich eingestuft wurde. Auch die Vorarbeiten wie Bodenaushub, Fundamente und Pflasterungen legen sowie Abfallbeseitigung waren umfangreicher als gedacht, konnten jedoch mit Hilfe von 12 BMW-Helfern zügig innerhalb von drei Tagen durchgeführt werden.

„Es hat großes Durchhaltevermögen gekostet dieses Projekt zu stemmen“, so Peter Klapper. „Aber dafür freut es uns jetzt umso mehr, dass die monatelangen Planungen in zwei erfolgreich durchgeführten BMW-Sozialtagen am 15. und 16. Mai 2013 gemündet sind an denen alle Beteiligten großen Spaß hatten.“ Dank der fleißigen 120 BMW-ler und sechs BRK-ler erstrahlt die Pupplinger Au in neuem Glanz. Zwei Tage lang wurde geschaufelt, gebohrt, gesägt, gestrichen und geschwitzt. Das Resultat: eine Seilbahn, eine Doppelschaukel, ein Pavillon, ein Blockhaus, eine Feuerstelle, eine Außendusche, ein professioneller Fußballplatz, Wandmaltafeln, eine Kräuterschnecke, eine Holzablage, ein Kompost- und Mülltonnenhäuschen sowie eine Wäschetrockneranlage. Insgesamt 33.200 EUR wurden von BMW in das gemeinsame Projekt investiert, das Kinderherzen höher schlagen lässt.

„Diese Aktion ist der Höhepunkt meiner 55-jährigen Laufbahn als ehrenamtlicher BRK-ler. Ich hätte nie gedacht, dass wir es in nur zwei Tagen schaffen, für die bedürftigen Kinder ein wahres Paradies zu schaffen. Mein herzlicher Dank gilt den Verantwortlichen und Mitarbeitern von BMW, die an uns und die gute Sache geglaubt haben. Und natürlich meinem Team, das sich wie immer so beherzt engagiert hat. Zusammen haben wir Kinderträume wahr gemacht!“ 

Text: Kay Strobl
Fotos: Peter Klapper

 

Eine Schifffahrt, die ist lustig…

Teamausflug des Arbeitskreises Hilfe für Menschen in Not

Um 7:45 Uhr am 01.09.2013 kamen 26 Mitglieder des Arbeitskreises Hilfe für Menschen in Not in Begleitung ihrer Familienangehörigen in der Elly-Staegmeyr-Straße 11 zusammen. Dabei handelte es sich nicht um eine Großaktion für Bedürftige, sondern den Auftakt des alljährlichen Teamausfluges. Dieser wurde von Leo Sebold, dem „Eventmanager“ bis ins kleinste Detail geplant und umfasste ein abwechslungsreiches kulinarisches und kulturelles Programm.

Zunächst ging es mit vier Rotkreuzbussen nach Kelheim, um sich im weißen Bräuhaus mit einem Weißwurstfrühstück zu stärken. Anschließend schiffte sich die bunte Truppe auf dem Panoramaschiff Altmühlperle ein. Die Schlemmerfahrt führte auf dem Main-Donau-Kanal über Essing und Prunn nach Riedenburg und wieder zurück nach Kelheim. Bei bayerischen Schmankerln, guten Gesprächen und informativen Hinweisen zum Altmühltal verging die Zeit wie im Fluge. Die Ludwigsbahn brachte die Ausflügler zur Befreiungshalle, die zur Erinnerung an den Sieg über Napoleon vor 150 Jahren errichtet wurde. Der Abend klang in Weihenstephan bei einem zünftigen Abendessen aus.

„Mein herzlicher Dank gilt Leo Sebold, der dieses Teamevent organisiert hat und allen so einen wunderbaren Tag beschert hat“, so Peter Klapper, Leiter des Arbeitskreises Hilfe für Menschen in Not. „Es hat mich besonders gefreut, dass so viele Mitglieder ihre Partner, Kinder und Enkel mitgenommen haben. Das zeugt vom großen Interesse an unseren Aktivitäten und, dass das Rote Kreuz Generationen in seinen Bann zieht“.

Text: Kay Strobl
Fotos: Kay Strobl, Helmut Fleißner

 

Endspurt vor der Sommerpause

Kindererholung, Fahrzeugweihe und Schulranzenaktion des Arbeitskreises Hilfe für Menschen in Not

Kindern aus sozial schwächeren Familien einen unbeschwerten Urlaub in Deutschland zu bescheren, das hat sich der Arbeitskreis Hilfe für Menschen in Not seit mehr als 20 Jahren auf die Fahne geschrieben. Die erste Kindergruppe aus Knasevac/Serbien konnte Anfang Juni 2013 in der Pupplinger Au begrüßt werden. Völlig übermüdet kamen die 21 Jugendlichen und vier Betreuer erst in den frühen Morgenstunden an, da sie aufgrund überschwemmter Straßen stundenlang aufgehalten wurden. Während ihres zweiwöchigen Aufenthaltes wurden sie hingegen mit reichlich Sonnenschein und der Einweihung des von BMW errichteten Abenteuerspielplatzes mehr als entschädigt. Nach einem fliegenden Bettenwechsel wurde eine weitere Gruppe Jugendlicher aus Miniceva/Serbien in der Freizeitanlage begrüßt. Für diese hatten sich die freiwilligen Helfer des Arbeitskreises ein besonderes Highlight einfallen lassen: ein Besuch in der Allianz Arena anlässlich des Frauen-Länderfußballspiels Deutschland gegen Japan. 

Die Fahrzeuge des Arbeitskreises erweisen den Rotkreuzlern stets gute Dienste und deswegen dürfen sie wenigstens einmal im Jahr im Mittelpunkt des Geschehens stehen. So ist es Tradition geworden, diese offiziell im Rahmen der Fahrzeugweihe durch Pfarrer Schießler von der Maximilianskirche segnen zu lassen.

Pünktlich zum Ende des Schuljahres hat der Arbeitskreis seine jährliche Schulranzenaktion durchgeführt. Insgesamt sechs Grundschulen haben dem Spendenaufruf Folge geleistet, sodass über 200 Schulränzen eingesammelt werden konnten. Diese werden zunächst in der Kleiderkammer verteilt, die Übrigen kommen Kindern in Krisengebiete auf dem Balkan zu Gute.

„Nach all diesem Trubel und vielen weiteren Möbel- und Kleideraktionen werden wir uns nun auch eine kleine Verschnaufpause gönnen“, so Peter Klapper, Leiter des Arbeitskreises Hilfe in Not. „Die Möbelausgabe und die Kleiderkammer werden vom 13.08. – 01.09.2013 geschlossen sein. Danach freuen wir uns wieder frisch erholt bedürftigen Menschen helfen zu können.“

Text: Kay Strobl
Fotos: Verena Fischer, Peter Klapper

 

Nach der Arbeit kommt das Vergnügen

Enthüllung des Denkmals durch die Herren Cremer, Klapper und Polyfka

BMW Dankesfeier in Puppling am 17. Juni 2013

Die Sonne strahlt mit den rund 80 Menschen, die sich in der der Ferienanlage in Puppling versammelt haben, um die Wette. Man sieht ihnen an wie stolz sie auf ihr Werk sind. Fachmännisch wird der Pavillon begutachtet, die Feuerstelle in Betrieb genommen, die Doppelschaukel und die Seilbahn getestet. Dies sind nur einige Elemente des Abenteuerspielplatzes, die BMW in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Hilfe für Menschen in Not des Bayerischen Roten Kreuzes im Juni 2013 realisiert haben. Und auch die Jugendlichen aus Knjazevac, Serbien, die dieses Jahr den Auftakt der Kindererholung machen, sind hellauf begeistert.

Paul Polyfka, Vorsitzender des Münchner Roten Kreuzes, läutet den geselligen Abend ein und bedankt sich herzlich bei den Helfern der Bayerischen Motoren Werke, die mit ihrem zweitägigen Engagement hier Großes für die Kleinen geleistet haben. Treffende Worte findet auch Herr Mario Cremer, leitender Manager des sozialen Projekts bei BMW, um die gute Zusammenarbeit und die positive Resonanz darauf hervorzuheben. Aber die schönste Dankesdarbietung erfolgt durch die Kinder, die mit Gesang und Tanz ihren Teil zu einem gelungen Abend beitragen.

Nach bayerischen Schmankerln rundet die Enthüllung eines Denkmals die Dankesfeier ab. „Bei diesem Denkmal handelt es sich um einen großen Findling, der uns bei den Aushubarbeiten einige Schwierigkeiten bereitet hat“, so Peter Klapper, Leiter des Arbeitskreises Hilfe für Menschen in Not. Jetzt ziert er den Eingang zur Pupplinger Au und würdigt mit seiner Inschrift „BMW und BRK schafft Freude für Kinder“ was hier geleistet wurde.

Text: Kay Strobl
Fotos: Kay Strobl

Gemeinsam für den guten Zweck

Viele neue Unterstützer für den Arbeitskreis Hilfe für Menschen in Not

Wenn man sich der Hilfe anderer verschrieben hat, so wie der Arbeitskreis Hilfe für Menschen in Not des Bayerischen Roten Kreuzes, findet man oft Menschen vor, die in größter Armut und unter katastrophalen Bedingungen ihr Dasein fristen und deren Versorgung mit Lebensmitteln geschweige denn in medizinischer Sicht kaum gewährleistet ist.

Die letzten Konvois nach Serbien und in die Ukraine haben dem Freiwilligenteam dies nur allzu deutlich vor Augen geführt. Daher hat der Arbeitskreis zu etwas ungewöhnlichen Maßnahmen gegriffen, um die von den dortigen Krankenhäusern angefragten Sachspenden zu beschaffen. „Wir haben eine groß angelegte Aufrufaktion für Küchen sowie Betten, Matratzen und Nachttischkästchen gestartet. Hierfür haben wir nahezu alle Brauereien und Krankenhäuser in München sowie rund 40 Hotels angeschrieben“, erklärt Peter Klapper, Leiter des Arbeitskreises Hilfe für Menschen in Not, die Initiative. „Die angeschriebenen Betriebe nehmen unsere Anfrage sehr positiv auf und viele haben uns bereits ihre Unterstützung zugesagt“.

Weitere Unterstützung erhält der Arbeitskreis seit rund zwei Monaten auch vom Clean Projekt Neuhausen e.V. (CPN), einem Jugendhilfeprojekt, das von der Landeshauptstadt München und dem Bezirk Oberbayern gefördert und von zahlreichen Sponsoren unterstützt wird. Ziel ist es unter anderem, mit präventiven Angeboten der Jungendarbeit zu verhindern, dass junge Menschen auf die schiefe Bahn geraten. Bei den Aktionen des Arbeitskreises Hilfe für Menschen in Not, wie LKWs für Auslandskonvois beladen oder Spenden abholen, können sich die 14- bis 18-Jährigen so richtig auspowern und nützlich machen. „Wir sind sehr dankbar über die Kooperation mit CPN“, so Peter Klapper, „denn ohne die Hilfe unserer neuen jungen Freunde könnten wir viele Aktionen gar nicht mehr stemmen“.

Text: Kay Strobl
Foto: Peter Klapper

Hilfe für Krankenhäuser im serbischen Subotica

Rotes Kreuz leistet humanitäre Hilfe im Auftrag der Landeshauptstadt München

Den Auftakt der Auslandseinsätze des Arbeitskreises Hilfe für Menschen in Not des Münchner Roten Kreuzes bildete dieses Jahr Subotica. Seit 2006 unterstützt das Bayerische Rote Kreuz im Auftrag der Landeshauptstadt München die serbische Partnerstadt mit Hilfsgütern jeglicher Art. Dieses Mal waren die vier LKWs mit 20 Tonnen medizinischer Einrichtung wie Krankenhausbetten, Matratzen, Krankenhausbettwäsche und Toilettenstühlen beladen.

Vom 21.-23. März legte das zehnköpfige Freiwilligenteam mehr als 2.000 Kilometer zurück, um ausgewählten serbischen Krankenhäusern möglichst schnell und effizient Hilfe zu leisten. „Ich habe in den mehr als zwanzig Jahren, in denen wir Auslandseinsätze fahren, wirklich schon viel gesehen“, sagt Peter Klapper, Leiter des Arbeitskreises Hilfe für Menschen in Not des Münchner Roten Kreuzes. „Aber die Zustände, die wir hier vorgefunden haben, übertreffen alles“, berichtet er erschüttert. Angesichts der höchst spartanisch eingerichteten Krankenhäuser, deren Geräte veraltet und teilweise gesundheitsschädigend sind und der katastrophalen hygienischen Bedingungen, ist er entschlossen, so bald wie möglich einen weiteren Konvoi in die Wege zu leiten.

Ausgestattet mit Anforderungslisten weiterer Krankenhäuser und Schulen bemüht sich der Arbeitskreis nun, die benötigten Sachspenden aufzutreiben. Erfreulich ist, dass die Wahrnehmung für die Not vor Ort zunimmt. So stieß die im städtischen  Krankenhaus von Subotica organisierte Pressekonferenz auf großes Interesse seitens Fernsehen, Hörfunk und Printmedien. „Wir hoffen, dass uns dadurch die Arbeit erleichtert wird und wir schon im April vollbeladen nach Subotica zurückkehren können“, so Peter Klapper.

Text: Kay Strobl
Foto: Andreas Höche

Jahresbilanz: 95.984 km und 20.100 Freiwilligenstunden für Menschen in Not

Jahresrückblickfeier des Arbeitskreises Hilfe für Menschen in Not

Rund 80 Personen haben sich zur diesjährigen Jahresrückblickfeier im Casino des Bayerischen Roten Kreuzes am 16.02.2013 eingefunden, darunter u.a. Frau Dr. Kronawitter, Vorsitzende des Kreisverbandes München, Herr Polyfka, 1. Stellvertretender Vorsitzender sowie der 1. Stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter Herr Terstappen. Eingeladen hatte der Arbeitskreis Hilfe für Menschen in Not, um eine Bilanz über seine Tätigkeiten im Jahr 2012 zu ziehen, die sich durchaus sehen lassen kann. Die Chronik wurde von Hannes Hoelbe und Edda Klapper kurzweilig in Wort und Bild vorgetragen.

Das Team von Peter Klapper, dem frisch wieder gewählten Leiter des Arbeitskreises legte 95.984 km zurück und leistete 20.100 Freiwilligenstunden, um 135 Tonnen Hilfsgüter in Krisengebiete zu transportieren. Neben den Großeinsätzen in der Ukraine, Serbien und Rumänien, wurde wieder die Ferienerholung für osteuropäische Kinder aus sozial schwachen Strukturen durchgeführt. Dieses Engagement fand nicht nur bei den Jugendlichen regen Anklang, sondern weckte auch das Interesse der Medien. So drehte das Bayerische Fernsehen eine Reportage über die Kinder aus Serbien während ihres Aufenthaltes inPuppling und auf der Suttenhütte. Insgesamt konnte sich der Arbeitskreis dieses Jahr über große Presseresonanz freuen, insbesondere der Münchner Merkur und die Süddeutsche Zeitung widmeten dem „Vollzeit-Freiwilligen“ und seinem Team jeweils eine Seite.

Frau Dr. Kronawitter zollte dem vielseitigen Einsatz des Arbeitskreises in ihren Grußworten Anerkennung und stellte auch die Bedeutung der täglichen Arbeit heraus, wie z.B. Unterstützung der Münchner Tafel, Kleiderspenden, Möbeltransporte, Soforthilfe für Bürger in Not. Durch den Abend moderierte in gewohnt gekonnter Manier Leo Sebold, für das Rahmenprogramm zeichnete die Sing- und Tanzgruppe Simcha von der israelitischen Kultusgemeinde in München verantwortlich. Zum Schluss ergriff Peter Klapper nochmal das Wort, um allen für ihr Engagement zu danken und ausgewählte Teammitglieder persönlich auszuzeichnen.

Der Abend hat wieder mal gezeigt, wie sehr eine Einrichtung wie der Arbeitskreis Hilfe für Menschen in Not in unserer Zeit gebraucht wird und was sie alles bewegen kann. Auch für dieses Jahr hat sich Peter Klapper einiges vorgenommen, sodass mit Spannung die nächste Chronik erwartet werden darf!

Text: Kay Strobl
Foto: Kay Strobl

Stimmungsvoller Auftakt in die stade Zeit

Weihnachtsfeier des Arbeitskreises Hilfe für Menschen in Not in Puppling

Dort wo sonst der Arbeitskreis jeden Sommer bedürftige Kinder betreut, richtete der Arbeitskreis Hilfe für Menschen in Not am 15. Dezember 2012 seine Weihnachtsfeier aus. 19 Ehrenamtliche kamen in der verschneiten Pupplinger Au zusammen, um das Jahr Revue passieren zu lassen. Leo Sebold, unser „Eventmanager“, bereitete mit originellen bis nachdenklich stimmenden Lesungen, die er effektvoll mit bayerischer Stubnmusi untermalte, den Rahmen für ein stilvolles Fest. Peter Klapper, Leiter des AKs, nutzte die Gelegenheit, sich bei allen Helfern für ihr Engagement zu bedanken. Bei gutem Essen und anregenden Gesprächen verflog die Zeit wie im Nu. Paul Polyfka, erster stellvertretender Vorsitzender des BRK-Kreisverbandes, ließ es sich nicht nehmen, noch nach Mitternacht hereinzuschneien, um an der Weihnachtsfeier teilzunehmen, die erst in den frühen Morgenstunden ausklang.

Text: Kay Strobl
Foto: Kay Strobl

Jährliche Weihnachtspäckchenaktion des Arbeitskreises Hilfe für Menschen in Not

Neuer Rekord: Tausende von Geschenken für krebskranke Kinder in Kiew

Für Peter Klapper, Leiter des Arbeitskreises Hilfe für Menschen in Not, ist es eine Herzensangelegenheit bedürftigen Kindern aus Krisenregionen in der Gegend um Tschernobyl ein frohes Weihnachtsfest zu bescheren. Zusammen mit der Leitung der Ukrainischen Pfadfinder in München werden seit vielen Jahren Weihnachtspäckchen zur Firma Schenker gebracht, die sie mit 40t-LKWs weiter nach Kiew transportiert. Der Arbeitskreise Hilfe für Kinder in Not leistet dabei logistische Unterstützung und holte bei 13 Stellen die Weihnachtspäckchen ab.

„Zu diesem großartigen Erfolg haben drei Grundschulen, fünf Realschulen, zwei Gymnasien sowie zahlreiche Vereine und Privatpersonen in der Region Oberbayern beigetragen. Mein herzlicher Dank gilt all diesen großzügigen Spendern und meinem Team, das diese logistische Herausforderung wieder bestens gemeistert hat, um Kinderwünsche in Erfüllung gehen zu lassen“, so Peter Klapper.

Text: Kay Strobl
Foto: Carola Stapper

„Nikolauskonvoi“ des Arbeitskreis Hilfe für Menschen in Not

Tonnenweise Schuhe und Bekleidung für Bedürftige in Bor, Serbien

Seit 2006 pflegt der Arbeitskreis intensive Beziehungen zum gemeinnützigen „Bürgerverein Vajfert“ in Bor und liefert mehrmals im Jahr Hilfsgüter, so auch vom 3.-8. Dezember 2012. Die Stadt liegt südlich von Belgrad und wird mit der umliegenden Region oft als „Armenhaus Serbiens“ bezeichnet, das von Roma Flüchtlingen sowie hoher Arbeitslosigkeit (ehemalige Kupferindustrie) und Selbstmordrate geprägt ist. Die Versorgung der Menschen, die teilweise obdachlos sind, ist nur mit Unterstützung von außen möglich, da die Stadt mittellos ist.

„Die Zustände sind katastrophal, insbesondere jetzt in der kalten Jahreszeit. Heizungen werden vom E-Werk aufgrund unbeglichener Rechnungen abgestellt und Tage später illegal wieder in Betrieb genommen, da die Menschen sonst erfrieren würden“, so Peter Klapper, Leiter des AKAs Hilfe für Menschen in Not. Besonders lobenswert ist daher die Initiative des Bürgervereins Wärmestuben einzurichten. Hier unterstützte das Rote Kreuz durch eine Geldspende, um Dächer instand zu setzen, deren Verblechung kürzlich gestohlen wurde. Auch die 11 Tonnen Bekleidung und Schuhe, die das 3-köpfige Freiwilligenteam diesmal geladen hatte, kamen mehr als gerufen.

Während des Aufenthalts besichtigte das Rote Kreuz Flüchtlingslager, eine Schule sowie das Amt für Abfallwirtschaft, die alle dringend Unterstützung benötigen. „Die aufrichtige Freude und Dankbarkeit der Menschen hier, ist immer wieder ergreifend und entschädigt für so manche Unannehmlichkeiten, auf die man mit humanitären Konvois in Serbien und an den Landesgrenzen stößt“, begründet Peter Klapper sein weiteres Engagement für die Region.

Text: Kay Strobl
Foto: Peter Klapper

Humanitärer Konvoi nach Alba Iulia vom 29.10. bis 03.11.2012

BRK in dreifacher Mission in Rumänien unterwegs: Rettung eines Kinderheimes, Unterstützung karpatischer Krankenhäuser und Notversorgung für Sinti und Roma

Zu dem 1992 gegründeten Kinderheim „Stern der Hoffnung“ pflegt der Arbeitskreis „Hilfe für Menschen in Not“ des Bayerischen Roten Kreuzes seit über 17 Jahren enge Verbindungen. Der Arbeitskreis stattete das Kinderheim vollständig mit neuen Möbeln aus und unterstützt es laufend mit Hilfsgütern. Anlässlich einer Kontrolle stellte die Staatliche Aufsichtsbehörde kürzlich erhebliche Mängel im Kinderheim fest, sodass dieses kurz davor stand, seine Akkreditierung zu verlieren. Auf Initiative von Peter Klapper, Leiter des AKs, machten sich sechs Fahrzeuge und ein elfköpfiges Freiwilligenteam auf den Weg nach Rumänien, um 30 t Hilfsgüter für die Kinder zu liefern und sich ein Bild vom Zustand der Einrichtung zu verschaffen. Zudem sollte die weitere Unterstützung von drei Krankenhäusern in den Karpaten geprüft und Sinti und Roma mit Bekleidung und Nahrungsmitteln versorgt werden.

Dank zahlreicher Hilfsgüter, die dem Arbeitskreis u.a. vom Roten Kreuz in Neu Ulm, der Firma Koppermann und der Post in Ismaning gespendet wurden, hat das Bayerische Rote Kreuz dazu beigetragen, dass der „Stern der Hoffnung“ nicht erlischt. Dafür musste das Team gegen allerlei Widrigkeiten ankämpfen, wie Reifenpanne eines LKWs, schlechte Witterungsverhältnisse, keine Heizung in den Unterkünften und den Faktor Zeit.

Besonders ergreifend war die Ausgabe von Bekleidung und Nahrungsmitteln an die bedürftigen Sinti und Roma. „Wir wurden von ca. 50 Menschen empfangen, die unter katastrophalen Bedingungen hausen und großen Hunger leiden. Gott sei Dank kam es diesmal zu keinen Ausschreitungen und Rangeleien um die Waren, denn die Not und Verzweiflung, die hier herrschen, sind unvorstellbar“, so Peter Klapper.

Auch die Zustände in den Krankenhäusern, die das Rote Kreuz Team aufgesucht haben, riefen Betroffenheit hervor. Die gelieferten Tonnen an OP-Ausstattung, Katastrophen-Schutzbetten, Bekleidung und Bettzeug sind nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein. Mit dem Versprechen den Einrichtungen weitere Unterstützung zukommen zu lassen, verließen die Helfer die Karpaten, um in Alba Iulia am Abschiedsfest teilzunehmen, das die Kinder liebevoll vorbereitet hatten. „Der Konvoi war ein voller Erfolg“, resümiert Peter Klapper. „Wir haben helfen können, wo Hilfe am dringendsten notwendig ist. Unsere Leute haben wieder einmal unter Beweis gestellt was sie können und, dass wir gemeinsam etwas bewegen können. Hierfür möchte ich allen Beteiligten, insbesondere Herrn Polyfka, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes, meinen herzlichsten Dank aussprechen.“

Text: Kay Strobl
Foto: Peter Klapper

Bunter Abschiedsabend mit den ukrainischen Pfadfindern

Am 21.08.2012 fand die Abschiedsfeier mit der letzten Kindergruppe aus der Ukraine statt. Bei herrlichem Wetter wurde in der Pupplinger Au gemeinsam gegrillt, getanzt, gesungen und gelacht.

Für drei Wochen nahm der Arbeitskreis (AK) Hilfe für Menschen in Not des BRK 19 bedürftige Kinder aus der Ukraine in seinem liebevoll sanierten Bauernhaus in Puppling auf, um ihnen unbeschwerte Urlaubstage zu ermöglichen. Gemeinsam mit den vier ukrainischen Betreuern, zeigte Kurt Demmel, der bereits seit 2006 Kindergruppen für das BRK betreut, den zehn Mädchen und neun Jungen die Sehenswürdigkeiten in München: Innenstadt, Olympiapark, Botanischer Garten, Museum Mensch und Natur, Tierpark Hellabrunn, Flughafen und die Feuerwache 5 in Ramersdorf. Ein besonderes Highlight für die Elf- bis Dreizehnjährigen war der Besuch des Salzbergwerks und der Bergwacht von Bad Reichenhall. Darüber hinaus verbrachten sie eine Woche auf einer der Berghütten des BRK im Tegernseer Tal und erklommen in alter Pfadfindermanier fünf Gipfel.

Die Kooperation mit der Ukraine besteht bereits seit rund 15 Jahren und wurde von Frau Olga Tkaczenko, der mittlerweile verstorbenen Vorsitzenden der ukrainischen Pfadfinder in Deutschland, initiiert. Ihre Nachfolgerin, Frau Salak setzt sich mit großem Engagement für die Fortführung der Zusammenarbeit ein und wird dabei auf deutscher Seite tatkräftig von Herrn Peter Klapper, Leiter des AK, unterstützt. Zur Abschiedsfeier fanden sich neben diesen auch der ehemalige Vorsitzende des BRK München, Herr Dr. Hans Burkhart, in Begleitung sowie zahlreiche freiwillige Helfer ein. Die Kinder hatten den Hof und die Tische festlich dekoriert und warteten nach dem Abendessen mit einem bunten Programm aus Sketchen, Tanz- und Gesangsdarbietungen auf. Schließlich überreichten die ukrainischen Betreuer dem BRK-Team Urkunden und Geschenke verbunden mit ihrem herzlichsten Dank.

Zum Abschied bildeten alle einen großen Kreis um das Lagerfeuer und jeder der Anwesenden hatte die Möglichkeit Dank-, Glück- und Segenswünsche vorzubringen. „Dieser Abend hat mich sehr berührt“, so Peter Klapper, „wir sind über die Zeit Freunde geworden und deswegen sagen wir auch nicht auf Wiedersehen, sondern auf ein baldiges Wiedersehen in der Ukraine!“

Text: Kay Heimerer
Foto: Kay Heimerer

Das BRK erfüllt Kinderträume in der Pupplinger Au

Auch dieses Jahr betreute der Arbeitskreis „Hilfe für Menschen in Not“ des Münchner Roten Kreuzes insgesamt 80 Kinder aus Serbien und der Ukraine.

Seit 20 Jahren engagiert sich das BRK München um Jugendlichen zwischen 9 und 15 Jahren aus unteren sozialen Schichten unbeschwerte Urlaubstage im schönen Oberbayern zu ermöglichen. „Uns ist es ein großes Anliegen – mit Hilfe der vor Ort ansässigen Organisationen – nur Kinder einzuladen, die wirklich bedürftig sind und denen wir mit unserer Ferienerholung ein einmaliges Erlebnis bereiten können“, erklärt Peter Klapper, Leiter des Arbeitskreises „Hilfe für Menschen in Not“ die Idee dieser Initiative. „Denn unsere kleinen Gäste stammen aus Krisenregionen, aus Ländern die von politischen Unruhen und wirtschaftlicher Not geprägt sind oder auch aus einem problematischen familiären Umfeld.“

In der Zeit von Juni bis Mitte August 2012 wurden insgesamt vier Gruppen à ca. 20 Kinder empfangen. Sie werden auf ihrer langen Reise von einheimischen Betreuern und Erziehern, einer Dolmetscherin und einer Köchin begleitet. Ehrenamtliche Helfer des BRK betreuen die Gruppen rund um die Uhr. Sie sind für die Programmgestaltung verantwortlich und bringen den Schülern auf pädagogisch-spielerische Weise Land, Leute und Kultur näher. „Viele der Jugendlichen haben in ihrem Leben noch keine Berge gesehen und sind überwältigt von der Vielzahl an Aktivitäten und Spielmöglichkeiten, die wir für sie bereithalten“, so Heinz Ammermann, der sich dieses Jahr um die Gruppe aus Žagubica, Serbien, gekümmert hat.

Die Kinder werden bei ihrer Ankunft von Helfern des Arbeitskreises mit Kleidern, Schuhen, Rucksäcken etc. ausgestattet. Seit Monaten haben sie mit ihren Kollegen/-innen aus der Kleiderkammer in München Allach bereits die schönsten Stücke für „ihre“ Kleinen rausgesucht, das alte Bauernhaus auf Vordermann gebracht und die Küche bestückt. Um das leibliche Wohl der Kinder kümmert sich Carola Stapper.

Dank zahlreicher Sponsoren kann den Kindern während der zwei Wochen ein abwechslungsreiches Programm geboten werden, das von Museen und Schlössern bis zu Freizeitbädern, Wildparks und Sommerrodelbahn reicht. Neben den Tagesausflügen ist auch immer ein mehrtägiger Aufenthalt in einer der Berghütten des BRK im Tegernseer Tal vorgesehen. Am letzten Abend legen sich die Kinder dann noch einmal richtig ins Zeug, um ihre Abschiedsfeier zu gestalten. Mit Tanz, Musik und anderen Darbietungen lassen sie ihren Urlaub stimmungsvoll ausklingen und bedanken sich auf diese Art bei dem Freiwilligenteam des BRK.

Heute wurde die letzte Kindergruppe mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedet. Die Organisatoren sind froh, dass alles wieder reibungslos geklappt hat, wovon die strahlenden kleinen Gesichter ringsherum zeugen. „Ohne unsere Sponsoren und die ehrenamtlichen Helfer könnte der Kreisverband München des Roten Kreuzes diese Ferienmaßnahmen nicht stemmen“, so Peter Klapper.

Text: Kay Heimerer
Foto: Peter Klapper

Die BRK Schulranzen-Aktion

Grundschulkinder spenden ihre Schulranzen für einen guten Zweck

Aus aktuellem Anlass rief der Arbeitskreis (AK) Hilfe für Menschen in Not vor rund fünf Jahren die BRK Schulranzen-Aktion ins Leben. Die Anfragen nach Schultaschen in der Allacher Kleiderkammer mehrten sich derart, dass Herr Klapper, Leiter des AKs, kurzerhand Grundschulen in München und Umgebung anschrieb und um Unterstützung bat. Mit Hilfe der Direktoren/-innen, Lehrkörper und Elternbeiräte wurde die Idee verwirklicht, dass die Kinder am Ende des Schuljahres ihre Ranzen an das Rote Kreuz für einen guten Zweck stiften.

Daraus hat sich mittlerweile ein Event entwickelt und immer mehr Schulen beteiligen sich an dieser Aktion, die stets am letzten oder vorletzten Schultag stattfindet. Dieses Jahr konnten die ehrenamtlichen BRK-ler von insgesamt sechs Schulen in Ottobrunn und München rund 300 Schulranzen einsammeln. „Die Kinder helfen beim Verladen und sind jedes Mal begeistert, wenn sie mit der Hebebühne hoch- und runterfahren dürfen“, so Peter Klapper. „Sie freuen sich, dass die Sommerferien vor der Türe stehen und, dass ihr Schulranzen, den sie auf der weiterführenden Schule nicht mehr benötigen werden, einem anderen Kind zu Gute kommt.“

Die Spenden werden im Allacher Lager gesammelt, gesichtet und sortiert. Diesmal machte eine der Mitarbeiterinnen des AKs einen besonderen Fund: einen Schlüsselbund. Sofort wurden alle Schulen angerufen, um den Besitzer ausfindig zu machen. Noch am gleichen Tag konnte das Fundstück an ein überglückliches Mädchen und ihren Vater übergegeben werden.

Durch den außerordentlichen Erfolg der BRK Schulranzen-Aktion, kann nicht nur der Bedarf in der Kleiderkammer gedeckt werden, sondern ein Großteil der Spenden wird per Hilfskonvoi in Krisenregionen auf dem Balkan und die Ukraine gebracht.

Text: Kay Heimerer
Foto: Carola Stapper

Steckdosen-Kurzschluss legt Wohnung in Brand

Das Münchner Rote Kreuz reagierte umgehend auf Hilferuf der Münchner Familie

Am 26. März 2012 erhielt der Arbeitskreis Hilfe für Menschen in Not des Münchner Roten Kreuzes einen verzweifelten Anruf von Herrn A., dessen Wohnung in Fürstenried am 10. März aufgrund einer defekten Steckdose in Flammen aufgegangen war. „Wir waren nur einkaufen und als wir zurückkamen, schlug uns bereits der Rauch entgegen“, berichtete Herr A. Trotz des raschen Feuerwehreinsatzes war die Wohnung nicht mehr zu retten, geschweige denn die vielen Fotos und Erinnerungen. Nahezu die gesamte Inneneinrichtung musste in mehreren Etappen entsorgt werden, nur ein paar Wäschestücke und Lebensmittel haben den verheerenden Brand überstanden.

Während der Renovierungsarbeiten zog das Ehepaar übergangsweise zu seiner Tochter nach Germering und anschließend in eine leer stehende Wohnung oberhalb ihres alten Appartements. Wochen verbrachten die beiden in dieser Wohnung, in der es keine Küche gab, keine Möglichkeit zu kochen oder die für beide so lebensnotwendigen Insulin-Spritzen sachgemäß zu lagern. Sie improvisierten und nahmen dankend die Hilfe von ihren Familien und Nachbarn an, während ihnen von offizieller Seite Unterstützung versagt blieb.

Über den Bruder aus dem Bayerischen Wald wurde das Ehepaar schließlich auf das Rote Kreuz aufmerksam und wandte sich an den Arbeitskreis Hilfe für Menschen in Not. Die Bedürftigkeit war rasch festgestellt und so konnte das Team um Peter Klapper, Leiter des Arbeitskreises, den beiden vom Schicksal Gezeichneten sofort helfen. Aus dem Lager in Allach lieferten die ehrenamtlichen Helfer einen Kühlschrank, eine Wohnzimmerwand mit Schränken, Regale und Sideboard sowie einen Teppich, die die von der Familie beigesteuerten Möbel passend ergänzten.

Herr A. ist heute 58 Jahre alt, von denen er 44 gearbeitet hat. Es ist ihm nicht leicht gefallen, einen Antrag auf Sozialhilfe zu stellen, um weitere Hilfe der Stadt München in Anspruch nehmen zu können.

„Der Herr Klapper hat uns schon arg geholfen“, so Frau A., „auf das Rote Kreuz lass ich nichts kommen“. Ohne eigenes Verschulden ist das Ehepaar zum Sozialfall geworden. Ein Fall, dem sich der Arbeitskreis Hilfe für Menschen in Not nur zu gerne angenommen hat, denn auch zu diesem Zweck wurde er vor 20 Jahren ins Leben gerufen.

Text: Kay Heimerer
Foto: Kay Heimerer